"Actio Libera In Causa” Bedeutung
Actio Libera In Causa ist ein lateinischer Rechtsbegriff, der bedeutet, dass jemand eine Handlung freiwillig in einem Zustand verursacht, in dem er später schuldhaft handelt. Einfach gesagt: Du machst dich selbst in einem bestimmten Moment handlungsunfähig (z. B. durch Alkohol) und bist trotzdem für die Folgen verantwortlich, die später daraus entstehen.
Im Alltag hört man das oft bei Situationen, in denen jemand betrunken eine Straftat begeht. Obwohl er im Moment der Tat nicht ganz zurechnungsfähig ist, wird er trotzdem zur Verantwortung gezogen, weil er den Zustand des Rausches selbst herbeigeführt hat. So schützt das Prinzip davor, dass man sich durch eigene bewusste Vorbereitung der Verantwortung entzieht.
Bedeutung und Verwendung
Der Begriff wird vor allem im Strafrecht genutzt, um Fälle zu klären, in denen jemand durch eigenes Zutun in einen schuldhaften Zustand gerät. Es geht darum, dass man nicht einfach sagen kann „Ich konnte nichts dafür“, wenn man selbst die Voraussetzungen geschaffen hat.
Was bedeutet Actio Libera In Causa genau?
Es heißt, dass man für eine Tat verantwortlich ist, obwohl man zum Tatzeitpunkt eingeschränkt war, weil man diese Einschränkung selbst verursacht hat.
Wann wird dieser Begriff angewendet?
Meist bei Straftaten unter Einfluss von Alkohol oder Drogen, wenn der Täter vorher bewusst den Rauschzustand herbeigeführt hat.